Die Angst vor etwas, das ganz natürlich ist…

… und zwar VERÄNDERUNG!

In meinen therapeutischen Coachings, aber auch bei meinen Malworkshops erlebe ich immer wieder, wie mächtig und energieziehend persönliche Blockaden sein können, wenn es darum geht, Dinge anders zu tun. Selbst wenn es nur um klitzekleine Veränderungen geht und es rational betrachtet gar keine reelle Chance zu scheitern gibt, stehen wir uns selbst im Weg und fühlen uns wie gelähmt. Oftmals auch körperlich.

Den Pinsel mal anders führen… mutig auf’s Bild klecksen oder mal blind malen… oder (um auch Beispiele aus dem therapeutischen Coaching zu nennen) umziehen… kündigen… im Alltag bewusst Pause machen… über die eigenen Gefühle sprechen… neue Projekte verfolgen.

Was, wenn…

  • Was, wenn es schief geht?
  • Was, wenn nichts daraus wird?
  • Was, wenn die Situation schlimmer ist als vorher?
  • Was, wenn es sich ganz anders entwickelt?
  • Was, wenn… ?
  • Was, wenn…?
  • Ja, was, wenn…???
Dieses „Was, wenn…?“ kann im Kopf so groß werden, dass Menschen vor lauter Infrage stellen schlussendlich gar nichts tun. Es erscheint dann besser und sicherer, als etwas „Ungewisses“ zu tun.

Das Gemeine ist nur, dass dieses innere und äußerliche Ausharren wahnsinnig frustriert. Es sorgt zwar in gewisser Weise für Stabilität, aber wichtige Bedürfnisse bleiben unerfüllt. Weiterentwicklung findet nicht statt. Und die persönlichen Sehnsüchte und Träume bleiben auch dort, wo sie schon lange sind: am fernen Horizont.

So bleibt alles, wie es ist.
Nur nerviger.

Veränderungen passieren ständig, innerlich wie äußerlich.

Vergessen wir vielleicht zu oft, dass Veränderung ein natürliches Prinzip ist, und dass es so etwas wie richtig und falsch hier gar nicht gibt? Ist Leben, wenn es sich verändert, nicht immer stimmig?

Das wurde mir bei einem Spaziergang bewusst, nämlich, als ich mich fragte, was sich seit dem Aufstehen in meinem Leben so alles verändert hatte. Es war viel mehr, als ich dachte!

Ich bemerkte, dass ich bei meinem morgendlichen Kaffee einen Gedanken hatte, den ich noch nie zuvor hatte. Dass es mir dann deswegen gelungen war, in einer Situation mit meinen beiden Kindern ganz anders zu reagieren, als sonst üblich. Obendrein hatte ich – natürlich unbewusst – ein Outfit aus Kleidern in meinem Kleiderschrank kombiniert, das ich so noch nie getragen hatte. Über den Familienkalender bekam ich die Nachricht, dass bei meinem Mann ein Arbeitstag geplatzt war. Und zwei Stunden später erhielt ich eine Anfrage für einen maßgeschneiderten Firmenworkshop von einer Person, die ich erst wenige Tage zuvor kennengelernt hatte. Eine neue Herausforderung!

Ein Ausdruck von Vertrauen

Also, ich finde, wir tun gut daran, unsere Veränderungsängste mit einer guten Portion Humor zu betrachten. Viel erschreckender als die Vorstellung, dass sich etwas ändert, sollte vielleicht die sein, dass sich nichts ändert.
Ein bisschen mehr „Hurra, ich verändere mich!“ statt „Bitte, tu’s nicht“! ist also vielleicht angebracht…?

Letztlich ist Veränderung ein Ausdruck von Vertrauen. In sich, und in das Leben.
Wer sich verändert, vertraut und hofft auf eine gute Entwicklung.

In diesem Sinne… sei mutig und hab Vertrauen!

Die meisten Veränderungen glücken, und das Leben ist kein Ort, um zwischenzuspeichern. 😉

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16.05.2024

Mehr als nur Farbe und Leinwand … ?!

„Malen? Das hilft mir niemals, mein Problem zu lösen!“ „Das machst du besser mit meinen Kindern.“ „Ich kann überhaupt nicht malen. Das funktioniert nur mit Künstlern!" „Ich bin hier nicht zum Zeitvertreib, können wir was Vernünftiges machen?“ „Das ist was für psychisch Kranke! Vorbehalte wie diese werden immer noch häufig geäußert, wenn es um Kunsttherapie und kunstanaloges Coaching geht. Obwohl diese Ansätze in der Fachwelt inzwischen anerkannt und legitimiert sind, gibt es in der Praxis oft noch Berührungsängste und Widerstand. Vielleicht geht es dir ähnlich, und du fragst dich, was das eigentlich bringen soll, wenn Pinsel und Farbe im Coaching und der Therapie auftauchen... Stell dir doch mal vor, wir beide hätten einen Termin, und wir würden mit einem Bild beginnen, um eine aktuelle, persönliche Frage oder Herausforderung in deinem Leben näher anzuschauen? Wie geht es dir bei der Vorstellung? Was sind deine ersten Gedanken? Wärst du aufgeregt, neugierig? Hättest du Herzklopfen? Sich auf den Prozess einlassen, die Kontrolle abgeben und vollkommen aus dem Gefühl und der Intuition heraus etwas nonverbal mit kreativen Mitteln zu gestalten ist für viele Menschen eine Herausforderung. Im Alltag hat diese Art sich selbst auszudrücken, leider oft wenig Raum. Und auch wenn viele Menschen sich regelrecht danach sehnen, in ihrem Leben wieder kreativ(er) zu sein und sich mehr Zeit dafür zu einzuräumen, so kostet es viele doch Überwindung. Vor allem, wenn es darum geht, die Pinsel nicht alleine zu schwingen, sondern in professioneller Begleitung.  Biographische Prägungen und negative Erfahrungen sind oft der Grund, warum sich hier schnell Ängste und Widerstände regen. Die schlechte Note in Kunst, die kritikvollen Kommentare der Eltern, die verächtlichen Reaktionen der Mitschüler... – wer kennt das nicht? In meinen Malworkshops höre ich immer wieder solche Geschichten, und vielleicht kennst hast du solche Erfahrungen. Leider verbinden viele Menschen negative Emotionen und Schamgefühle mit Malen. Dabei liegt im Malen etwas Unendliches. Wenn Menschen einen geschützten Raum bekommen, in dem sie sich selbst – eigene Gedanken, Gefühle sowie auch persönliche Fragen und Konflikte - frei ausdrücken können, ohne "Kritik-Druck" und Bewertung von außen, können neue Gestaltungsräume und Perspektiven entstehen. Das Gestalten inspiriert zu neuen Ansätzen und Einfällen. Es eröffnet Möglichkeiten, aus anderen Blickwinkeln auf das, was zurzeit unklar ist und in der Tiefe bewegt, zu schauen. Die gewohnte Kontrolle aufgeben, sich vertrauensvoll einlassen und intuitiv mit Farben und Pinseln eine Frage oder ein Problem erkunden, ist für viele Menschen – übrigens auch Unternehmen – eine vollkommen neue Erfahrung. Die kreative Bearbeitung bietet eine ganze Reihe von Vorteilen. Wie künstlerisches Gestalten im Coaching und in der Therapie wirken kann Verstand und Gefühl werden miteinander verbunden. Gefühle und Gedanken können visuell dargestellt werden. Dadurch kannst du einen tieferen Zugang zu dir selbst und deinen innersten Empfindungen finden. In das Bild kann alles einfließen, ohne dass Probleme und Fragen explizit angesprochen werden müssen. Abstrakte Ausdrucksformen sind möglich. So können auch unterdrückte Gefühle, tieferliegende Konflikte und verdrängte Unsicherheiten einen Ausdruck finden und ohne Worte zugänglich gemacht werden. Dieser Prozess ist emotional sehr entlastend. Das Experimentieren mit verschiedenen Materialien und Techniken kann neue Einsichten und Lösungsansätze für den Alltag hervorbringen. Im kreativen Prozess kommt es oft zu überraschenden, spontanen Einfällen, die befreiend wirken und unbewusste Fähigkeiten und Ressourcen offenbaren. Oft kommt es zu erstaunlichen Entwicklungen. Malen ist ein mächtiges Werkzeug zur Selbstreflexion. Wichtige Themen, Bedürfnisse und Konflikte in der eigenen Lebensgestaltung können anhand des Bildes aufgedeckt werden. Das Bild verdeutlicht verdrängte, ungelöste oder unbewusste Themen. Durch entsprechende Spiegelung kann die eigene Selbstwahrnehmung gestärkt und verbessert werden. Nicht zuletzt ist das Bild selbst ein wichtiger Anker für die persönliche Weiterentwicklung. Das gemalte Bild erinnert daran, dass wir selbst aktive Gestalter unseres eigenen Lebens sind und persönliches Wachstum ein bunter Prozess ist. Es erinnert an die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten, die sich auch in Zeiten von Krisen und Herausforderungen bieten, und ermutigt dazu, einen selbstbestimmten Umgang mit herausfordernden Situationen zu finden und positive Veränderungen im Leben herbeizuführen. Bilder helfen, die eigene Identität zu formen und sich in der Gestaltung des eigenen Lebens immer wieder neu zu erfinden und auszuprobieren. Sie ermöglichen, die Zukunft zu visualisieren und neue Wege zu gestalten. Von diesem Bild ausgehend können wir unsere nächsten Schritte planen, Hindernisse überwinden und letztendlich unsere Lebensentwürfe verwirklichen. Sie bieten Halt und Orientierung, sie beruhigen und motivieren. Sie beleben. Bilder sprechen nicht, aber sie sagen alles In meinem Atelier erlebe ich immer wieder, welche tiefgreifende Wirkung Bilder haben, und welche erstaunlichen Entwicklungen sie auslösen können. Sie sind wirklich mächtig, wenn es gelingt, sie in der Tiefe zu verstehen. Menschen fotografieren zwar auch öfter mal das Flipchart, das wir im Verlauf der gemeinsamen Session gestalten, aber sie gehen niemals ohne das Bild, das sie gemalt haben. Das Bild drückt alles aus. Darin verdichtet sich alles. Ohne Worte. Wenn du dich bisher zurückgehalten hast, dich auf kreative Methoden wie Malen einzulassen, weil du Zweifel oder Vorbehalte hast oder nicht sicher bist, ob es wirklich etwas für dich ist, lade ich dich ein, einen neuen Blick darauf zu werfen und neue Erfahrungen zu sammeln. Wenn du Lust hast, trau dich! Buche ein therapeutisches Coaching, komm in einen meiner Malworkshops oder lass uns gemeinsam dein MOBILE OF LIFE® gestalten. Erlebe, dass Malen viel mehr als nur eine kreative Aktivität ist.

06.05.2024

MOBILE OF LIFE® Workshop für die BMW Group

„BMW auf dem Boden… das gab es wirklich noch nie." O-Ton im Workshop für die BMW Group. Insofern war es ein erfolgreicher Tag im Alpenhof Murnau. 34 Menschen nutzten die Gelegenheit eine neue Perspektive auf sich und die eigene Lebensgestaltung einzunhemen und arbeiteten mit Hilfe des MOBILE OF LIFE® am eigenen Lebensentwurf. Dabei ging es um berufliche Ziele und Vorhaben ebenso wie persönliche Herausforderungen und die wichtige Aufgabe, im Arbeitsleben immer wieder bewusst Zeiten für Ruhe und neue Inspiration zu schaffen. Auf Basis der gewonnenen, persönlichen Erkenntnisse wurden neue Lebensvisionen und Meta-Linien für die eigene Lebensgestaltung entwickelt.  Farbenfrohe Künstlerkreiden, inspirierende Paper Scaps und und bunte Kreise luden dazu ein, sich kreativ mit individuellen Entwicklungsfeldern und Gestaltungsräumen auseinanderzusetzen. Speziell die Methode des MOBILE OF LIFE® fand großen Anklang, weil sie eine flexible, dynamische Lebensgestaltung ermöglicht und von den Teilnehmenden jetzt immer wieder selbst - auch im eigenen Arbeitsbereich - angewendet werden kann, um eigene Zielbilder und Entwürfe zu entwickeln. Dass Unternehmen eine große Offenheit für das Thema Lebensentwürfe mitbringen und ihren Mitarbeiter*innen Gestaltungsfreiheit bieten, ist nicht selbstverständlich. Daher bin ich besonders dankbar, dass BMW hier ein Stück Pioniersarbeit geleistet und mutig Raum dafür geschaffen hat. Ich freue mich auf weitere Unternehmen, die diesen Weg mitgehen.

29.04.2024

Ausstellung im Stadtmuseum Weilheim

"Warum ist das alles so rätselhaft?" Vom Mitte April bis zum 1. Juni 2024 präsentiert das Stadtmuseum Weilheim eine vielfältige und faszinierende Kunstausstellung in Kooperation mit dem Kunstforum Weilheim. Unter dem Thema "Warum ist alles so rätselhaft?" zeigen verschiedene talentierte Künstlerinnen und Künstler ihre Werke, die zum Nachdenken und Entdecken einladen. Ich bin auch mit einer Arbeit vertreten. Der Titel der Ausstellung, inspiriert vom Gedicht "Problem" von Johann Wolfgang von Goethe, regt dazu an, sich mit den mysteriösen und geheimnisvollen Aspekten des Lebens auseinanderzusetzen. Die Künstlerinnen und Künstler interpretieren das Thema zeitgenössisch, auf ihre eigene kreative Weise. Sie verkörpern sowohl Rätselhaftigkeit als auch Schönheit. Zu sehen sind etwa dreißig Kunstwerke, die mit lyrischen Anleihen, aktuellen Bezügen und spielerischen Ausdrucksformen der Frage nachspüren und dabei den Schlussworten des Gedichts folgen.  Den Sinn und Nutzen von Denken hinterfragen Ich zeige eine Collagen-Arbeit, die aus einer Vielzahl von Papierkreisen, Folie und Goldbuchstaben besteht und auch kleine Arbeiten aus Acrylfarbe in sich aufnimmt. Die Arbeit ist vielschichtig. Verschiedene Materialien und Elemente wurden miteinander verbunden, um eine komplexe visuelle Darstellung zu schaffen und die Betrachterin und den Betrachter zum Nachdenken anzuregen. Der Titel der Ausstellung wird von mir direkt aufgegriffen. Als Künstlerin stelle ich zwei Antworten in den Raum, die dazu einladen, sich selbst zu entscheiden und über die Bedeutung dieser Frage nachzudenken. Ist in unserer Welt alles so rätselhaft, weil wir zu viel, oder weil wir zu wenig nachdenken? Möglicherweise trifft auch beides zu… Eigene Antworten finden Vielleicht hast du auch Lust die Ausstellung zu besuchen? Kunst antwortet nicht, aber sie spricht. Nutze die Gelegenheit, dich von den verschiedenen Interpretationen des rätselhaften Themas begeistern zu lassen und zu eigenen, spannenden Erkenntnissen zu kommen. Es ist auch möglich, einzelne Objekte käuflich zu erwerben und in die eigenen Räumlichkeiten zu übernehmen. Eine Liste mit Informationen zu den Werken liegt aus. Schau doch mal vorbei! Das Stadtmuseum befindet sich am Marienplatz in Weilheim und hat von Dienstag bis Samstag an allen Tagen von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. >> zur Website des Stadtmuseums